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Schweiz 20.5.2026 | Seit vier Jahren bietet das Bundesamt für Umwelt BAFU der Tabak- und Nikotinindustrie eine Plattform zum Greenwashing. Mit dem sogenannten «Runden Tisch gegen Zigaretten-Littering» kann diese Industriemit Unterstützung der Bundesbehörde ihr Image verbessern und so eine Form offizieller Legitimität erlangen. Die Umwelt- und Tabakpräventionsorganisationen fordern einen Stopp dieses Runden Tisches.
Tabakprodukte schaden Umwelt und Mensch
Die Tabakindustrie ist keine gewöhnliche Industrie, denn ihre Produkte machen abhängig, verursachen schwere Krankheiten und führen jedes Jahr zu über 9’200 Todesfällen in der Schweiz. Gleichzeitig ist die Industrie verantwortlich für erhebliche Umweltbelastungen entlang des gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte: vom Tabakanbau bis zur Abfallentsorgung, einschließlich Produktion, Vertrieb und Konsum.
Umweltkampagnen als strategisches Ablenkungsmanöver
Trotzdem präsentiert sich die Tabakindustrie mit eigenen Littering- oder Umweltkampagnen als Teil der Lösung, obwohl sie selbst Hauptverursacherin des Problems ist. Ihr Engagement an umweltpolitischen Lösungsansätzen folgt nicht dem Wunsch nach wirksamer Prävention, sondern einem strategischen Ziel: der Imageverbesserung eines Produkts, dessen schädliche Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt umfassend dokumentiert sind.
Der «Runde Tisch gegen Zigaretten-Littering» vom BAFU als Plattform für Greenwashing
Dieses Vorgehen, das gemeinhin als Greenwashing bezeichnet wird, und zeigt sich hier besonders deutlich: Seit vier Jahren stellt das BAFU den Unternehmen und Verbänden der Tabak- und Nikotinindustrie mit dem «Runden Tisch gegen Zigaretten-Littering» eine Plattform zur Verfügung, in dessen Rahmen sie ihre Pseudolösungen bewerben und sich als verantwortungsbewusste Partner präsentieren können. Ein Runder Tisch, an welchen bis vor wenigen Wochen keine Umwelt- oder Präventionsorganisation eingeladen war.
Die Umwelt- und Tabakpräventionsorganisationen fordern deshalb:
Vorhandene Lösung wird ignoriert
Es ist besonders verwunderlich, dass das BAFU mit seinem «Runden Tisch gegen Zigaretten-Littering» die bereits vorhandenen Lösungsansätze der Tabakpräventionsorganisationen ignoriert. Unterstützt durch den Tabakpräventionsfonds, einige Kantone und diverse Tabakpräventionsorganisationen hat die NGO stop2drop* eine, von der Tabakindustrie unabhängige, Doppelkampagne gestartet: «Zigaretten-Littering im öffentlichen Raum» und «Rauchfreie & saubere Spielplätze» (Generation Rauchfrei), die bereits durch 38 Gemeinden unterstützt wird.
Unterzeichnende NGO :