Die Industrie für fossile Energieträger und die Tabakindustrie: eine beunruhigende Ähnlichkeit

Zwei Branchen, die dieselben Strategien verfolgen, um dasselbe Ziel zu
erreichen: ihre Gewinne langfristig zu sichern, auf Kosten der öffentlichen
Gesundheit beziehungsweise der Umwelt.

Die Industrie für fossile Energieträger und die Tabakindustrie, die jedes Jahr für Millionen von Todesfällen sowie erhebliche Umweltauswirkungen verantwortlich sind, haben bemerkenswert ähnliche Strategien entwickelt, um ihre Gewinne zu sichern. Beide haben lange Zeit wissenschaftliche Beweise für die schädlichen Auswirkungen ihrer Produkte verschleiert oder heruntergespielt, bevor sie versuchten, Zweifel zu säen, als sich ihre Verantwortung kaum noch leugnen liess.

Ihre Strategie stützt sich auf mehrere Hebel:

  • die wissenschaftliche Forschung zu beeinflussen,
  • negativ ausfallende Studien diskreditieren,
  • industrienahen Experten zu fördern,
  • die Verbreitung irreführender Botschaften, die sich auf Eigenverantwortung, wirtschaftliche Freiheit oder die angeblichen Kosten von Vorschriften stützen,
  • sowie intensives Lobbying bei politischen Entscheidungsträgern.

Diese Branchen unterhalten vergleichbare Einflussnetzwerke und mobilisieren Thinktanks, Wirtschaftsverbände, Parlamentarier und politische Finanzmittel, um Vorschriften zu verzögern, zu schwächen oder zu blockieren, die ihre Aktivitäten einschränken könnten. In der Schweiz profitiert die Lobby der Tabak- und fossilen Energieindustrie von einem privilegierten Zugang zu politischen Institutionen und trägt dazu bei, die Politik im Bereich der öffentlichen Gesundheit und des Klimaschutzes zu bremsen.